200 Jahre Ermoupoli

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Apollon-Theater
Apollon-Theater

Aus Anlass des 200. Jahrestages der Stadt Ermoupolis bietet dieses Konzert eine musikalische Reise durch drei prägende Jahre. 1826 markiert die Debüts von Liszt und Chopin, zentralen Figuren der Romantik. 1926 öffnet ein Fenster nach Amerika mit Gershwins Jazz. Im Jahr 2026 stehen neue Bearbeitungen griechischer Traditionalien im Mittelpunkt.

Sofia Avramidou zeigt eine weitere Seite ihres Schaffens: als Sängerin und Spezialistin traditioneller Musik.

Programm

Erste Fassung der Übungen von 1826.

Diese frühe Polonaise in Ges-Dur, bekannt als „Les Adieux“ oder „Abschied“, entstand um 1826, als Chopin erst sechzehn war. Als Abschiedsgeschenk für seinen Freund Wilhelm Kolberg geschrieben, zeigt sie schon Chopins unverwechselbare Melodik und sein Instinkt für die Polonaise. Ein berührendes Dokument der Jugend des Komponisten.

Das Rondo à la Mazur op. 5 in F-Dur (1826) ist eines der frühesten veröffentlichten Werke Chopins. Es verbindet Rondoform mit dem rhythmischen Charakter der Mazurka und mischt Salonbrillanz mit volkstümlichem Charme. Das Stück ist zugleich ein Virtuosenstück und ein Vorgriff auf den Mazurka-Stil, der zu einem der persönlichsten Ausdrucksmittel Chopins wurde.

Gershwin konzipierte ursprünglich eine Reihe von Préludes für Klavier, von denen drei 1926–27 veröffentlicht wurden und zu Klassikern des amerikanischen Klavierrepertoires wurden. Ihre jazzfärbenden Harmonien, bluesigen Melodien und rhythmische Vitalität fangen die Energie der 1920er Jahre ein. Weitere unveröffentlichte Préludes aus derselben Zeit vervollständigen dieses Set von fünf und erweitern den Blick auf Gershwins Exploration der Grenze zwischen klassischer und populärer Musik.

„Les Adieux, in the manner of Janáček“ ist ein kurzes, konzentriertes Klavierstück des Ungarn György Kurtág. Es huldigt dem tschechischen Meister Leoš Janáček — knappe, emotional aufgeladene Phrasen mit plötzlicher Stille. Kurtág destilliert das Wesen des Abschieds in ein Miniatur außergewöhnlicher Intensität, wie in seinem lebenslangen Umgang mit kleinen Formen großer emotionaler Reichweite.

Composition VII ist ein neueres Klavierwerk von Sofia Avramidou, der im Festival weilenden Komponistin. Das Stück setzt ihre Serie nummerierter „Compositions“ fort, die die klanglichen und dynamischen Möglichkeiten des Klaviers durch eine persönliche Sprache erforscht, die zeitgenössische Techniken mit tief emotionaler musikalischer Gedankenführung verbindet.

Zum 200. Jahrestag von Ermoupoli zeigt Sofia Avramidou eine weitere Seite ihres Talents: als Sängerin und Spezialistin griechischer Traditionalien. Dieser Abschluss bringt neue Bearbeitungen griechischer Volksmelodien für Stimme und zwei Klaviere.

Künstlerinnen und Künstler

Mitwirkende Künstler

Komponisten

F
Franz Liszt
Composition
F
Frédéric Chopin
Composition
G
George Gershwin
Composition
G
György Kurtág
Composition
Sofia Avramidou
Sofia Avramidou
Composition | Voice