
Piano
2003 in Seoul geboren, zeichnet sich die südkoreanische Pianistin Jiyeon Lee früh durch außergewöhnliches Talent und eine seltene musikalische Sensibilität aus. Von Beginn an fiel sie auf, als sie als Jahrgangsbeste an der renommierten Yewon School aufgenommen wurde – dort gemeinsam mit Yunchan Lim – und ihre Ausbildung am Seoul Arts High School mit herausragenden Ergebnissen fortsetzte.
Getrieben von künstlerischer Tiefe und kultureller Offenheit zog sie nach Frankreich, um ihre musikalische Entwicklung im Herzen der europäischen Klaviertradition zu vertiefen. Sie studierte bei Hervé Billaut am CRR Lyon, am CRR Grand Chalon und in der Klasse von Jean-Baptiste Fonlupt am CRR Rueil-Malmaison. Derzeit studiert sie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Lyon (CNSMDL) bei Laurent Cabasso.
Neben dem Studium bereichert Jiyeon Lee ihren künstlerischen Ansicht durch Meisterkurse und Begegnungen mit renommierten Musikern. Sie erhielt Anregungen von Persönlichkeiten wie Nelson Freire und Alexandre Tharaud sowie von Pädagogen und Künstlern wie Jongdo An, Olivier Gardon, Hervé N'Kaoua, Jonas Vitaud und Guillaume Coppola. In Korea wurde sie von Rosa Park, Hyunjoo Hwang und Choong-mo Kang begleitet.
Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, u. a. erster Preis mit Sonderpreis beim TONE X GALAXIE.Y International Competition 2021, erster Preis beim CMS International Competition Wien 2022 und erster Preis beim Internationalen Wettbewerb Ho-Chi-Minh-Stadt 2019. Zuvor zweiter Preis beim Liszt-Wettbewerb Korea 2018.
Sie konzertierte bei Festivals und Veranstaltungen in ganz Europa und wird für die Reife und Tiefe ihrer Interpretationen geschätzt. Einladungen erhielt sie u. a. zum Osterfestival Saint-Philippe-du-Roule in Paris, zu Les Rendez-Vous de Rochebonne, zur Nice International Summer Academy und zum Festival Belles Musiques; sie war Ehrengast bei einem offiziellen Konzert des Präsidenten von Grand Chalon.
Jiyeon Lee verbindet interpretatorische Feinheit mit einer besonderen Klangtiefe und entwickelt eine Musikwelt von Aufrichtigkeit und Eleganz. Ihre Bühnenpräsenz – leuchtend und zugleich innig – spiegelt ein tiefes künstlerisches Engagement wider. Sie gilt als eine der vielversprechendsten jungen Pianistinnen ihrer Generation.