Yan Levionnois

Yan Levionnois

Cello

Preisträger einiger der renommiertesten internationalen Cellowettbewerbe – etwa Rostropowitsch, Navarra und Königin Elisabeth – zeichnet sich Yan Levionnois durch einen neugierigen Geist aus, der ihn vielfältige künstlerische Erfahrungen machen lässt.

Früh in ein musikalisches Umfeld eingetaucht, begann er das Cello bei seinem Vater und studierte nacheinander in Paris bei Philippe Muller, in Oslo bei Truls Mørk und an der Juilliard School in New York bei Timothy Eddy. Schnell teilte er die Bühne mit Künstlerinnen und Künstlern wie Renaud Capuçon, Nicholas Angelich, Kit Armstrong, David Grimal, Pierre Fouchenneret, Léa Hennino, Richard Galliano und Elliot Jenicot. Seit 2016 bildet er mit dem Pianisten Guillaume Bellom ein begeistert wahrgenommenes Duo. 2019 wurde er Mitglied des Hermès-Quartetts.

Im Konzertrepertoire zu Hause, trat er als Solist u. a. mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France und dem Orchestre National du Capitole de Toulouse unter Dirigenten wie Heinrich Schiff, Kazuki Yamada, Daniele Gatti und Dimitry Sitkovetsky auf.

Diese Erfahrungen bereichern eine Diskografie von rund zwanzig Einspielungen, die von Presse und Publikum einhellig gelobt wurde, seit seinem ersten Album mit Solowerken des 20. und 21. Jahrhunderts. Als leidenschaftlicher Verfechter seiner Zeit arbeitet er mit zahlreichen Komponisten der Gegenwart zusammen.

Leidenschaftlich für die Poesie Arthur Rimbauds schuf er „Illuminations“, ein Programm, das Gedichte aus dem gleichnamigen Zyklus mit Brittens Suiten für Violoncello solo verbindet; er fungiert auch als Sprecher. Die Aufführung wurde als Album eingespielt.

Er spielt ein Violoncello von David Tecchler (1703), großzügig von privaten Gönnern zur Verfügung gestellt. Seit 2016 ist er assoziierter Künstler der Singer-Polignac-Stiftung in Paris.